Flexibel finanzieren mit der SARON-Hypothek

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Die SARON-Hypothek ist heute der absolute Standard für Geldmarkt-Hypotheken in der Schweiz. Sie hat den alten Libor-Satz Ende 2021 nahtlos abgelöst und erfreut sich bei Immobilienbesitzern grosser Beliebtheit. Doch wie genau funktioniert eine SARON-Hypothek, wie wird der Zins berechnet und für wen lohnt sich dieses Modell im Vergleich zur klassischen Festhypothek?

Was ist der SARON?

SARON steht für Swiss Average Rate Overnight. Es handelt sich um einen Tagesgeldsatz, der auf tatsächlichen, abgeschlossenen Transaktionen im Schweizer Geldmarkt basiert. Im Gegensatz zum alten Libor, der auf Schätzungen von Banken beruhte und manipuliert wurde, wird der SARON von der Schweizer Börse (SIX) administriert. Er ist dadurch äusserst transparent, verlässlich und manipulationssicher.

Wie wird der Zins einer SARON-Hypothek berechnet?

Da der SARON ein Tageszinssatz ist, der Hypothekarzins aber meist für eine längere Periode (z. B. drei Monate) abgerechnet wird, muss der Zins berechnet werden. In der Schweiz hat sich dafür die Methode "Compounded in Arrears" etabliert.

Das bedeutet: Der exakte Zins für die aktuelle Zinsperiode steht erst am Ende der Periode fest, da die täglichen SARON-Sätze der vergangenen Monate herangezogen und aufgezinst werden. Auf diesen Basiszinssatz schlägt das Finanzinstitut noch eine individuell vereinbarte, feste Marge auf (z. B. 0.70 %).

SARON-Hypothek vs. Festhypothek: Was lohnt sich?

Die Entscheidung zwischen SARON und Festhypothek hängt von der persönlichen Risikobereitschaft und der aktuellen Zinskurve ab:

  • SARON-Hypotheken sind ideal für Kreditnehmer, die Zinsschwankungen finanziell abfedern können und von Leitzinssenkungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) direkt profitieren möchten. Sie bieten hohe Flexibilität, bergen aber das Risiko, dass die Zinskosten bei einer Leitzinserhöhung steigen.

  • Festhypotheken (z. B. auf 5 oder 10 Jahre) bieten absolute Budgetsicherheit. Der Zins bleibt über die gesamte Laufzeit gleich, egal was an den Märkten passiert. Das schützt vor steigenden Zinsen, man profitiert aber auch nicht, wenn die Zinsen fallen.

Sicherheit durch Wechseloptionen

Ein grosser Vorteil vieler heutiger SARON-Hypotheken ist die Möglichkeit, bei Bedarf in eine Festhypothek zu wechseln. Sollten die Zinsen am Markt spürbar ansteigen, können Kreditnehmer ihr Darlehen (unter Einhaltung bestimmter Fristen) in eine Festhypothek umwandeln und sich so das Zinsniveau für die Zukunft absichern.

Fazit: Konditionen vergleichen bleibt Pflicht

Auch wenn der SARON-Basiszinssatz für alle gleich ist, unterscheiden sich die Margen der verschiedenen Banken, Versicherungen und Pensionskassen zum Teil erheblich. Ein unabhängiger und transparenter Vergleich der Hypothekarkonditionen ist entscheidend, um über die Jahre Tausende von Franken zu sparen.

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