Kosten für Zimmermann
Der Zimmermann ist Spezialist für den Holzrohbau: Dachstühle, Balkone, Dachgauben und Holztreppen. Ob Neubau, Sanierung oder Umbau – Schweizer Zimmereien arbeiten mit heimischem Holz und SIA-konformen Konstruktionen. Dieser Ratgeber zeigt, welche Zimmermannsarbeiten wie viel kosten, welche Holzarten sich für welchen Einsatz eignen und worauf Sie bei der Planung achten müssen.
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Was kostet Zimmermann in der Schweiz?
Zimmermannsarbeiten lohnen sich immer dann, wenn Holz als Tragkonstruktion oder als Sicht- und Wetterschutzelement eingesetzt wird. Ein neuer Dachstuhl ist die Basis für jede Sanierung, eine Dachgaube schafft wertvollen Wohnraum, ein Holzbalkon wertet das Eigenheim auf, und eine massgeschneiderte Holztreppe setzt Akzente im Innenbereich. Schweizer Zimmereien bieten dabei lokales Holz, handwerkliche Qualität und die nötige Baubewilligungsunterstützung.
Zum detaillierten Vergleich →Kosten im Vergleich: Zimmermann
Hier sehen Sie die durchschnittlichen Richtpreise für die gängigsten Systeme in der Schweiz:
| System | Bruttokosten | Förderung | Betriebskosten |
|---|---|---|---|
| Dachstuhl (Sparrendach, Fichte) | CHF 150–220/m² Dachfläche | Steuerlich abziehbar | Keine laufenden Kosten |
| Holzbalkon (Lärche, 12 m²) | CHF 8'000–15'000 gesamt | Steuerlich abziehbar | CHF 50–200/Jahr Pflege |
| Dachgaube (Schleppgaube) | CHF 15'000–30'000 | Keine direkte Förderung | Keine laufenden Kosten |
| Holztreppe (Eiche, gerade) | CHF 8'000–15'000 | Steuerlich abziehbar | CHF 0–50/Jahr Pflege |
Faktoren, die die Kosten für Zimmermann beeinflussen
Fichte (CHF 700–900/m³) ist am günstigsten und für Konstruktionsholz Standard. Lärche (CHF 900–1'300/m³) eignet sich für Aussenbereiche – natürlich witterungsbeständig. Eiche (CHF 1'500–2'500/m³) und Nussbaum (CHF 2'500–4'000/m³) für sichtbare Innenteile. Thermoholz (ca. +30 %) für feuchte Zonen wie Bäder und wetterexponierte Aussenbereiche.
Einfache Standardformen (Satteldach, gerader Balkon, gerade Treppe) liegen 20–40 % günstiger als aufwändige Sonderlösungen (Walmdach, freitragende Treppe, Ausgasung Gaubenkombinationen). Statikpläne sind bei komplexen Konstruktionen und bei Neubau Pflicht – Mehrkosten CHF 1'000–3'000.
Dacharbeiten erfordern immer ein Gerüst (SuVA-Vorschriften). Ein Fassadengerüst kostet CHF 3'000–8'000 (Standzeit 2–4 Wochen). Bei Balkonsanierungen ist oft kein Vollgerüst nötig. In der Offerte prüfen, ob Gerüst inbegriffen ist.
Zimmereien in Agglomerationen (Zürich, Bern) rechnen CHF 110–130/h, ländliche Betriebe CHF 85–105/h. Grosse Betriebe mit eigenem Abbundwerk können bei Standardkonstruktionen günstiger sein. Kleinstbetriebe bieten mehr Flexibilität bei Sonderlösungen.
Kostendetail: Zimmermann
Für eine tiefgehende Analyse der jeweiligen Anschaffungs- und Unterhaltskosten stehen weitere Detailseiten zur Verfügung:
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Je nach Gewerk und Kanton gibt es Förderbeiträge; zudem sind werterhaltende Investitionen steuerlich abziehbar:
Zuerst Förderung abklären
Gibt es für Ihr Vorhaben kantonale Förderbeiträge, muss das Gesuch zwingend vor der Auftragserteilung an den Fachbetrieb eingereicht werden.
Steuerabzug nutzen
Die Nettoinvestition nach Förderabzug kann zu 100% von der Einkommenssteuer abgezogen werden.
Fachbetriebe nach Region
Geprüfte Fachbetriebe in Ihrer Region:
Häufige Fragen
Was kostet ein neuer Dachstuhl für ein Einfamilienhaus?
Ein kompletter Dachstuhl für ein Schweizer Einfamilienhaus (Dachfläche 100–150 m²) kostet CHF 20'000–50'000 inkl. Material, Abbund und Montage, ohne Eindeckung. Der Preis hängt stark von der Dachform ab: Satteldach günstig, Walmdach oder Mansardendach teurer. Gerüstkosten (CHF 3'000–8'000) oft separat.
Wie lange dauert die Montage eines Dachstuhls?
Vorgefertigte Dachstuhlteile (CNC-Abbund) werden in 1–3 Tagen montiert. Die Gesamtdauer inkl. Planung, Baustoffe und Gerüstbau beträgt 2–5 Wochen. Bei Sanierungen mit Teilabriss kommt die Koordination mit Dachdeckerarbeiten dazu.
Brauche ich für einen neuen Holzbalkon eine Baubewilligung?
Das hängt vom Kanton und der Gemeinde ab. Ersatz eines bestehenden Balkons (gleiche Masse) ist oft baubewilligungsfrei oder nur anzeigepflichtig. Ein neuer Anbaubalkon erfordert in den meisten Kantonen eine Baubewilligung. Planen Sie 6–12 Wochen Bearbeitungszeit ein.
Wie oft muss ein Holzbalkon behandelt werden?
Sichtholz aussen (Geländer, Brüstung) alle 2–4 Jahre mit Holzschutzlasur oder -öl behandeln. Unbehandeltes Lärchen- oder Thermoholz graut natürlich aus – kein Problem strukturell, nur optisch. Terrassendielen mit Öl alle 1–2 Jahre pflegen, wenn sie den warmen Holzton behalten sollen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Schleppgaube und einer Satteldachgaube?
Eine Schleppgaube hat ein einseitiges Flachdach (Pultdach) – günstigste und einfachste Form, oft ohne Bewilligung in kleiner Ausführung. Eine Satteldachgaube hat ein eigenes Satteldach senkrecht zum Hauptdach – braucht mehr Platz, bietet aber mehr Stehhöhe und ist architektonisch aufwändiger.
Was kostet eine Dachgaube in der Schweiz?
Eine Schleppgaube (Breite 1.5–2.5 m) kostet inkl. Zimmermannsarbeit, Schalung und Eindeckung CHF 15'000–25'000. Eine grössere Satteldachgaube kostet CHF 20'000–40'000. Dazu kommen Innenausbau (Dämmung, Gipskarton, Fenster) CHF 5'000–15'000 extra.
Welche Holzart ist für eine Innentreppe am besten?
Fichte: günstig, hell, klassisch – ideal für Keller- und Gartenhaustreppen. Eiche: hart, langlebig, warme Optik – beliebteste Wahl für Haupttreppen. Nussbaum: edel, teuer – für Repräsentationsräume. Buche: hart und günstig – für stark beanspruchte Treppen geeignet, wird aber weniger verbaut.
Wie lange hält ein Holzbalkon?
Ein fachgerecht gebauter Holzbalkon aus Lärche oder Thermoholz hält 30–50 Jahre, wenn er regelmässig gepflegt wird. Konstruktionsfehler (kein Gefälle, stehendes Wasser, fehlende Belüftung unter dem Belag) reduzieren die Lebensdauer drastisch auf 10–15 Jahre.
Kann ich den Steuerabzug für eine Dachstuhlsanierung beantragen?
Ja. Eine Dachstuhlsanierung gilt als werterhaltende Liegenschaftsmassnahme und ist in der Schweizer Steuererklärung vollständig abzugsfähig. Bei einer Investition von CHF 25'000 und 30 % Grenzsteuersatz resultiert eine Steuerersparnis von ca. CHF 7'500. Rechnungen und Abnahmeprotokoll aufbewahren.
Was prüft der Zimmermann bei einer Dachstuhlbesichtigung?
Schädlingsbefall (Holzwurm, Hausschwamm), Fäulnis an Sparrenfüssen und Pfetten, Risse und Verformungen, Zustand der Windrispen und Verbindungsmittel (Nägel, Bolzen, Nagelplatten). Auch Feuchtigkeit im Dachraum und Hinweise auf undichte Stellen werden dokumentiert.
Wie finde ich einen guten Zimmermann in der Schweiz?
Suchen Sie nach Mitgliedern von Holzbau Schweiz (Berufsverband der Holzbauunternehmen). Verlangen Sie Referenzprojekte mit ähnlichem Umfang. Prüfen Sie, ob die Zimmerei ein eigenes Abbundwerk (CNC) betreibt – das erhöht Präzision und senkt oft die Montagezeit. Holen Sie mindestens drei Vergleichsofferten ein.
Über den Experten
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Das HausHeld-Expertenteam verfasst den Wissenshub zusammen mit Experten vom Fach. Alle Angaben werden regelmässig auf Aktualität und Marktkonformität geprüft.
Letzte Aktualisierung: Oktober 2026
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